Gewiss, Gesang muss trefflich hier
Von dieser Wolbung widerklingen!
Von dieser Wolbung widerklingen!
Goethe - Faust- Der Tragödie erster Teil
)
Was hinkt der Kerl auf einem Fuss?
MEPHISTOPHELES:
Ist es erlaubt, uns auch zu euch zu setzen?
Statt eines guten Trunks, den man nicht haben kann
Soll die Gesellschaft uns ergetzen.
ALTMAYER:
Ihr scheint ein sehr verwohnter Mann.
FROSCH:
Ihr seid wohl spat von Rippach aufgebrochen?
Habt ihr mit Herren Hans noch erst zu Nacht gespeist?
MEPHISTOPHELES:
Heut sind wir ihn vorbeigereist!
Wir haben ihn das letztemal gesprochen.
Von seinen Vettern wusst er viel zu sagen,
Viel Grusse hat er uns an jeden aufgetragen.
(Er neigt sich gegen Frosch. )
ALTMAYER (leise):
Da hast du's! der versteht's!
SIEBEL:
Ein pfiffiger Patron!
FROSCH:
Nun, warte nur, ich krieg ihn schon!
MEPHISTOPHELES:
Wenn ich nicht irrte, horten wir
Geubte Stimmen Chorus singen?
Gewiss, Gesang muss trefflich hier
Von dieser Wolbung widerklingen!
FROSCH:
Seid Ihr wohrgar ein Virtuos?
MEPHISTOPHELES:
O nein! die Kraft ist schwach, allein die Lust ist gross.
ALTMAYER:
Gebt uns ein Lied!
MEPHISTOPHELES:
Wenn ihr begehrt, die Menge.
SIEBEL:
Nur auch ein nagelneues Stuck!
MEPHISTOPHELES:
Wir kommen erst aus Spanien zuruck,
Dem schonen Land des Weins und der Gesange.
(Singt).
Es war einmal ein Konig,
Der hatt einen grossen Floh-
FROSCH:
Horcht! Einen Froh! Habt ihr das wohl gefasst?
Ein Floh ist mir ein saubrer Gast.
MEPHISTOPHELES (singt):
Es war einmal ein Konig
Der hatt einen grossen Floh,
Den liebt, er gar nicht wenig,
Als wie seinen eignen Sohn.
Da rief er seinen Schneider,
Der Schneider kam heran:
Da, miss dem Junker Kleider
Und miss ihm Hosen an!
BRANDER:
Vergesst nur nicht, dem Schneider einzuscharfen,
Dass er mir aufs genauste misst,
Und dass, so lieb sein Kopf ihm ist,
Die Hosen keine Falten werfen!
Was hinkt der Kerl auf einem Fuss?
MEPHISTOPHELES:
Ist es erlaubt, uns auch zu euch zu setzen?
Statt eines guten Trunks, den man nicht haben kann
Soll die Gesellschaft uns ergetzen.
ALTMAYER:
Ihr scheint ein sehr verwohnter Mann.
FROSCH:
Ihr seid wohl spat von Rippach aufgebrochen?
Habt ihr mit Herren Hans noch erst zu Nacht gespeist?
MEPHISTOPHELES:
Heut sind wir ihn vorbeigereist!
Wir haben ihn das letztemal gesprochen.
Von seinen Vettern wusst er viel zu sagen,
Viel Grusse hat er uns an jeden aufgetragen.
(Er neigt sich gegen Frosch. )
ALTMAYER (leise):
Da hast du's! der versteht's!
SIEBEL:
Ein pfiffiger Patron!
FROSCH:
Nun, warte nur, ich krieg ihn schon!
MEPHISTOPHELES:
Wenn ich nicht irrte, horten wir
Geubte Stimmen Chorus singen?
Gewiss, Gesang muss trefflich hier
Von dieser Wolbung widerklingen!
FROSCH:
Seid Ihr wohrgar ein Virtuos?
MEPHISTOPHELES:
O nein! die Kraft ist schwach, allein die Lust ist gross.
ALTMAYER:
Gebt uns ein Lied!
MEPHISTOPHELES:
Wenn ihr begehrt, die Menge.
SIEBEL:
Nur auch ein nagelneues Stuck!
MEPHISTOPHELES:
Wir kommen erst aus Spanien zuruck,
Dem schonen Land des Weins und der Gesange.
(Singt).
Es war einmal ein Konig,
Der hatt einen grossen Floh-
FROSCH:
Horcht! Einen Froh! Habt ihr das wohl gefasst?
Ein Floh ist mir ein saubrer Gast.
MEPHISTOPHELES (singt):
Es war einmal ein Konig
Der hatt einen grossen Floh,
Den liebt, er gar nicht wenig,
Als wie seinen eignen Sohn.
Da rief er seinen Schneider,
Der Schneider kam heran:
Da, miss dem Junker Kleider
Und miss ihm Hosen an!
BRANDER:
Vergesst nur nicht, dem Schneider einzuscharfen,
Dass er mir aufs genauste misst,
Und dass, so lieb sein Kopf ihm ist,
Die Hosen keine Falten werfen!